bin dann mal weg
  Mai 29.-31. (von Brier Island nach Prince Edward Island)
 
31. Mai 2013
Was für eine schöne Nacht. Im Moment sitze ich am Frühstück, da fährt ein Auto in den Park. Na das kenn ich doch, der Mann von gestern Abend. Lindsey, ist sein Name, er meint wenn ich heut Abend wieder hier schlafen möchte sei das kein Problem. Ist das nicht nett, er würde heut nicht schließen, aber dem der heute schließt soll ich grüße ausrichten von Lindsay und es sei in Ordnung. Was soll ich da noch sagen, hier sind die Leut einfach nett.
Ich bin ausgeruht, die Nacht ist gesichert, mir geht’s richtig gut, so kann mich auf den Weg nach Charlottetown machen um im Tourizentrum im Internet nochmal nach Adressen für Jobs zu suchen. Erstmal brauch ich aber mal wieder einen Parkplatz. Diese Stadt ist nicht wirklich groß, am Tourizentrum gibt es zwar Parkplätze aber nur für eine Stunde. Ich parke mal und frage drinnen nach ob es auch kostenlose Plätze für längere Zeit gibt. Tatsächlich, nur 2 Querstraßen weiter, gibt’s mit Glück noch einige Plätzchen. Gefunden, geparkt, glücklich. Zurück zum Tourizentrum, heute ist es doch ziemlich warm, puh. Jetzt bin ich im Internet und anstatt nach Jobs zu suchen, skype ich mit Familie Diehl. Tss so wird das aber nichts mit einem Job. Nach schlappen 2h quatschen, lass ich das mit dem Internet, bevor die netten Damen hier noch böse werden. Hab ja schon einige Adressen, also fange ich einfach mal an, einen nach dem anderen abzuklappern. Da es hier in der Stadt so wahnsinnig warm ist, fahr ich erst mal aufs Land. Dort gab es auch mehr Stellen. In Cavendish fange ich an. Absolutes Ferienziel auf der Insel, aber trotzdem hat es auch so seine guten Seiten. Z.B. Strand, Meerblick, niedliche Buchte… usw. Bei der ersten Adresse (ein Freizeitpark) ist gar niemand da, dann weiter zur nächsten ( Bay Views - Motel und Cottages). Aufs erste möchte auch hier niemand mit mir reden. Sollte ich den Rasenmähermann mal fragen, ich schau an den Zimmern vorbei, die Türen sind offen, sieht so aus als würden sie sich für die Saison rüsten. Da fährt ein Auto die Einfahrt herauf, eine kleine Frau steigt aus und redet mich an. Ich frage sie nach einem Job. Sie meinte sie suche jemanden, aber eben für die gesamte Saison, das wäre bis Mitte August. Naja, nachdem sie mich dann ihren anderen Mitarbeiterinnen vorgestellt hatte, meinte sie ich könne am Di anfangen. Wow, ganz einfach so, ohne Lebenslauf oder sonstige Unterlagen. Das einzige was ich mir jetzt noch organisieren muss ist eine Bleibe für diese Zeit. Naja, hab ja noch 3 Tage zeit, das reicht doch dicke, grins.

30. Mai 2013
Guten Morgen, es ist neblig und es nieselt. Kein schöner Tag für eine kleine Wanderung. Ok, ich könnt ja auch in Moncton, noch immer nicht schön, in die Bibliothek um nach einem Job zu suchen. Müssten ja Internet haben. Los geht’s, in Moncton angekommen suche ich mir einen Wolf nach einem Parkplatz der nicht in über $2 in der Stunde kostet. Nach vergeblicher Suche hab ich keine Lust mehr auf die Bibliothek und fahre nun zurück und geh doch noch wandern. Das Wetter ist nun wenigstens trocken. 20 min später stehe ich nun vor dem Tor zum Park und bin überrascht, dass ich doch tatsächlich pünktlich zur Ebbe da bin. Jipi, das kann ich also schon mal sehen. Die Flut sehe ich leider nicht, denn dann ist der Park schon geschlossen. Egel, immerhin eines von beiden. Insgesamt verbringe ich fast 3h im Park, mei hab ich ne Ausdauer, nun stellt sich die Frage, wohin jetzt. Im Internet hatte ich vor ein paar Tagen die Jobs auf Prince Edward Island gecheckt, da gab es doch einige Angebote. In etwa 2h könnte ich dort sein, gut da fahr ich jetzt hin. Um auf PEI zu gelange geht die Fahrt über eine fast 13 km lange Brücke. Der andere Weg auf die Insel führt über die Fähre, aber zum Anleger ist es ein Umweg von ca. 1h das lohnt sich nicht. Für die Brücke muss man natürlich auch zahlen aber erst wenn ich von der Insel will, und dann wird’s echt teuer. Wenn‘s dumm läuft wollen sie $46 pro Nase. Mmmh, dann sollte ich zusehen hier einen Job zu finden. Erstmal suche ich mir aber ein Plätzchen für die Nacht. Siehe da eine halbe Stunde vor Charlottetown, Hauptstadt der Insel, direkt am Wasser (mal wieder) finde ich einen kleinen Park. Vermute mal er wird nachts geschlossen, aber dann kann ich ja immer noch weiterfahren. Gerade als ich mich Bettfertig gemacht habe, klopft es an meine Fenster. Verflixt, das ist wohl der Abschließer. Ach der ist aber mal nett, er erlaubt mir die Nacht hier zu verbringen, ich kann nur nicht vor 8 morgen früh raus, denn er schließt das Tor ab. Jipi, die Nacht ist gesichert. In dem Park gibt es auch Toiletten und fließendes Wasser. Was will man mehr. Ich bin zufrieden, sicher und werde jetzt schlafen.

29. Mai 2013
Ich verlasse heute Brier Island und mache mich auf zu den Hopewell Rocks. Diese liegen in New Brunswick auch an der Bay of Fundy. Hier kann man den Tidenhub sehr gut bewundern, denn bei Ebbe kann man an den Flowerpott Rocks (Hopewell Rocks werden auch so genannt), auf dem Grund der Bucht, vorbei schlendern, bei Flut sollte man zusehen nicht mehr unten zu sein, denn dann steht alles unter Wasser. Mit viel Glück kann ich Ebbe und Flut sehen. Vermutlich werde ich erst morgen das Schauspiel sehen, denn ich komme erst gegen Abend dort an. Ich fahre wieder an der Küste entlang und dann geht’s durch das Anapollis Valley. Ein wunderschönes total grünes Tal. Es gibt Obstbauern, Farmer und Wein wird auch angebaut. Kann nur sagen: „mei isch des schee!“ Dann geht es auf den Highway, na da ist es dann eher sehr waldig aber auch grün, also auch schön. Zack bin ich wieder in New Brunswick (teils französisch) in Moncton, nicht schön muss ja auch nicht bleiben, geht’s wieder zur Küste in Richtung der Hopewell Rocks. Da es mittlerweile ziemlich dunkel ist, such ich mir mal wieder ein Plätzchen für die Nacht. Gefunden, ca. 5km vor meinem Ziel, eine schön breite Seitenbucht an der Straße. Kein Verbotsschild also, Auto aus und schlafen.
 
   
 
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