bin dann mal weg
  Juni 07.-18. (Arbeit und noch mehr Arbeit)
 
18. Juni 2013
Zahltag!!
Heute habe ich meinen ersten Scheck erhalten. Schon ein seltsames und eigentlich auch cooles Gefühl. Jetzt muss ich nur noch rausfinden, wie ich diesen Scheck in Bares verwandle. Also mache ich mich auf zur RBC (große kanadische Bank) und seh mal was die mir sagen können. Zufälliger weise ist es auch die Hausbank meines Chefs, also ist der Scheck schon mal nicht von einer fremden Bank. Die Damen in der Bank machen einen recht netten Eindruck. Also ich habe zwei Möglichkeiten. A – Ich lasse mir den Scheck so auszahlen das kostet dann CA$5 pro Scheck und B – Ich eröffne ein Konto. Was kostet mich das Konto denn? Eröffnung nichts und können wir gleich machen, im Monat werden CA$4 fällig für 10 Aktionen die ich mit dem Konto machen kann z.B. Abhebungen, Einzahlungen… Was ist wenn ich Kanada dann endgültig verlasse? Kein Problem einfach in eine Filiale reinschlendern und Konto auflösen, kann mir dann sogar die Währung aussuchen in der ich den evtl. Rest haben möchte und das ist dann komplett Gebührenfrei. Das hört sich gut an, das nehm ich. 10 Min später hatte ich ein Konto (mit sogar schon Geld vom Scheck drauf), eine Karte dazu und Online-Banking funktioniert auch sofort. Na das war ja mal einfach. Somit besitze ich ab heute ein Bankkonto in Kanada!!!

16. Juni 2013
Meine Aufgabe ist ab heute, jeden Morgen den Pool zu öffnen. d.h. Plane entfernen, mit einem Netz die lästigen Viecher und Blätter raus fischen, den Poolboden mit einem überdimensionalen Staubsauger absaugen und den Chlorgehalt des Wassers checken. Dafür brauch ich ne gute Stunde und das jeden morgen. Da das Wetter jetzt echt schön hat Arnold 5 BBQ auf dem Gelände verteilt, die Gäste dürfen diese jederzeit benutzen und ratet mal wer jeden morgen seine Runde dreht und die blöden Dinger wieder sauber macht. Jip, das ist meine zweite tägliche Aufgabe. In dieser Zeit habe ich meine Ruhe und kann gemütlich vor mich hin schaffen. Danach mache ich mich auf in den Wäscheraum und sehe nach ob dort schon was zu tun ist. Bettwäsche und Handtücher zusammenlegen oder Müll sortieren (echt ne bä-Arbeit). Zwischendurch hole ich mir noch einen Kaffee im Frühstücksraum, muss ja sein wenn er umsonst ist und gar nicht mal so übel schmeckt, Frischgebrüht mmmh… . Wenn dort nun alles getan ist geh ich zu Vivian oder Arnold und frage nach einer Aufgabe. Sie finden auch immer was, die Housekeeping-Mädels vorarbeiten, d.h. Betten abziehen, Handtücher und Müll aus dem Zimmer bringen, da ich ja nett bin, bringe ich Ihnen dann noch die neuen Handtücher und Bettwäsche, somit können die Mädels gleich mit dem Saubermachen anfangen und in der Waschküche gibt’s dann auch wieder was zu tun für mich. Ab und zu starte ich auch den Rasenmäher und mache die ganzen Ränder wieder schön, da wo der große Rasenmäher nicht hin kommt. Man sieht mich auch schon mal mit einem Schraubenzieher beim Unkraut jäten oder mit einem Eimer Blumengießen. Nein, nein die sind hier super ausgestatten was Arbeitsmaterial angeht nur für eine Hake und eine Gießkanne hat‘s nicht mehr gereicht auch passende Handschuhe sind so ne Sache. Egal so geht’s auch, man muss sich nur zu helfen wissen.

08. – 15. Juni 2013
So nun wohne ich also in einem kleinen Häuschen auf dem Geschäftsgelände. Na der Weg zur Arbeit ist nun wirklich nicht mehr erwähnenswert, 2 min. Zu spät kommen werde ich da wohl nicht. Die Arbeit bleibt abwechslungsreich, wobei ich annehme das ich nicht viele Zimmer sauber machen muss, denn soviel wie mir gezeigt wird, werde ich wohl eher alles Drumherum machen und nur den Mädels bei den Zimmern ab und zu helfen. Na, dann wird’s mir schon nicht langweilig und ich bin nicht vom Ansturm der Touristen abhängig.

Habe drei Tage im Pool verbracht. Aber ohne Wasser, musste ihn sauber machen. Jipi, mit einem Hochdruckreiniger Farbe von den Wänden und dem Boden kratzen, das müssen die wohl jedes Jahr machen, ein Grund niemals einen betonierten Pool anzuschaffen, zu viel Aufwand zum Saisonstart. Nach drei Tagen reinigen wird nun noch ein Tag mit Farbe an die Wand klatschen verbracht und schon ist der Pool soweit mit Wasser gefüllt zu werden. Das dauert auch wieder seine Zeit, mit drei Tagen muss man rechnen, denn durch so einen Gartenschlauch fließt Wasser nun mal langsam. Und da der Pool 20x40 feet misst passt da verflixt viel Wasser rein. Aber jetzt ist der Pool endlich bereit für die Gäste.

07. Juni 2013
Musste feststellen das der Kühlschrank heizt dafür die Heizung nicht funktioniert, sag ich gleich mal Gordie. Unter der Dusche werden die Haare nicht nass, ok ich bin einfach zu groß für Kanada. Egal auch dass wird schon werden. Heute muss ich keine Zimmer machen, sondern noch mehr Gartenarbeit. Macht nichts so vergeht die Zeit wenigstens wie im Flug. Arnold macht mir das Angebot, ich könnte 2-3 Wochen noch in einem Zimmer im Geschäft wohnen. Kostet weniger und ich kann Sprit sparen. Da nehme ich natürlich an. Muss nur erst noch mit Janette und Gordie reden, ob sie mich wieder aus dem Häuschen lassen, ohne dass ich draufzahlen muss. Mach ich gleich heut Abend, und wenn das klappt kann ich am Sa gleich umziehen. Sonst ist nichts Spannendes auf der Arbeit gewesen. Janette und Gordie lassen mich gehen und schon bin ich wieder am Zeug zusammenräumen. Evtl. ziehe ich in 3 Wochen wieder zurück, aber vielleicht finde ich ja noch eine Unterkunft näher bei der Arbeit oder evtl. noch günstiger einen Platz in einer WG. Mal sehen…
 
   
 
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