bin dann mal weg
  September 04.-05. (wandern im Algonquin Park)
 
05. September 2013
Algonquin Park Tag 2
Hab mir wieder einen Pass geholt. Heute starte ich am Bat Lake, 5,8km. Die Strecke geht bergauf, bergab durch Nadel- und Laubwälder vorbei am Bat Lake. Einfach nur schön, so durch die Natur zu wander. Man trifft nicht viele Menschen auf den Wegen, die verteilen sich hier echt gut. Gerade überhole ich eine Gruppe, da werde ich auf Deutsch angequatscht. War ein Versehen, da sie dachte Ihre Gruppe wäre direkt hinter ihr. Nett, nicht mal in den Kanadischen Wäldern ist man vor Deutschen sicher. Ja wir sind überall. Nach ca. 2h bin ich zurück am Auto, jetzt esse ich ne Kleinigkeit und dann geht’s weiter zum Hardwood Lookout. 2,1 km lang und wie der Name schon sagt, geht’s wieder Bergauf damit man einen schönen Ausblick genießen kann. Als letztes geht’s jetzt noch zum Peck Lake. 2,3 km um den See herum, bergauf, bergab. So wie es sich eben gehört. Nach nun ca. 16,5 km in zwei Tagen habe ich doch einige Wege des Parks erkundet. Wie man auf den Bildern sieht war das Wetter auch wirklich schön.
Eigentlich denkt man ja die Wälder sind Uralt und von Menschenhand unberührt. Nee, das ist nicht so. Im Algonquin Park z. B. sind die meisten Bäume nicht viel älter als 150 Jahre. Denn bis 1890 wurde hier fleißig Holzgeschlagen und Feuerrodungen durchgeführt. Also gar nicht so ein alter Wald. Der letzte Waldbrand war 1970 vermutlich durch einen Besucher des Parks ausgelöst. Hat aber nicht viel zerstört und man sieht es eigentlich auch nicht wirklich. Denn die Bäume sind schon wieder groß, man erkennt nur bei genauem Hinsehen dass sie eben ein wenig kleiner sind als ihre Nachbarn.
Manche Bäume sind abgestorben, warum??? Ein Käfer wars, passiert immer wieder also ist doch nicht immer der Mensch schuld. Puh!!!
Morgen setze ich meine Reise weiter Richtung Westen. Geschlafen wird ein drittes Mal an derselben Stelle und morgen fahre ich dann auf dem Highway 60 durch den Park. Das kostet dann nichts und ist die schnellste und eigentlich Einzige gute Straße nach Westen.

04. September 2013
Algonquin National Park Tag 1
Einen wunderschönen Guten Morgen, mal wieder hat es keinen Interessiert das mein Auto hier steht. Na so kann es doch weitergehen. Heute wird im Algonquin Park gewandert. Der Park ist schlappe 7700km² groß, aber nur ein winziger Teil ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Denn es führt der Highway 60 geradewegs durch den unteren Zipfel des Parks. Von der Straße aus kann man die verschiedenen Wanderwege erkunden. Im Park wohnen 3642 Elche und Schwarzbären (keine Ahnung wie viele), natürlich auch sonst noch ganz viele kleinere Tierchen, aber vor denen muss man sich nicht in acht nehmen. So, da nichts umsonst ist, braucht man einen Pass um offiziell zu parken und das Besucherzentrum und die Wanderwege zu erkunden. Na irgendwie müssen die Wanderwege auch finanziert werden. Klar könnte man auch ohne Pass parken aber will ich das wirklich drauf ankommen lassen. Nö, das leiste ich mir. Ich fahre von Osten in den Park, passiere das Gate und zahle danach meine Gebühren. Schon kann ich zum ersten Wanderweg fahren und los gehen. Meinen ersten Stopp mache ich am Beaver Pond. Zu jedem Wanderweg gibt’s eine kleine Broschüre die einem einiges über die Natur entlang des Weges erzählt. Entlang der Strecke sind Markierungen wozu dann die Beschreibungen im Heftchen gehören. Da hat sich einer ganz schön Mühe gegeben. Man kann entweder 50cent geben und das Heftchen mit nachhause nehmen oder am Ende der Tour einfach wieder zurücklegen ohne was zu zahlen. Praktisch, da ich nicht wirklich soviel Papier brauche lege ich’s am Ende wieder zurück. Aber jetzt zur Strecke, hier wohnen Herr und Frau Bieber. Man kommt an Ihrem Damm vorbei und an Ihren Behausungen mitten im See. Sonst führt die Strecke durch Wald, bergauf und bergab, einfach schön. Das Wetter ist perfekt, nicht zu heiß und der Regen hat nun auch aufgehört. 2km später bin ich auch schon wieder am Auto und kann weiter zum nächsten Weg. Nächster Halt, Spruce Bog Boardwalk, nur wenige km weiter. 1,5 km durch Wald und Sumpfgebiet. Die Strecke ist eigentlich eben also echt easy. Jetzt fahr ich mal zum Besucherzentrum. Da meine Kamera mal wieder Strom braucht, hier kann man sogar kostenlos ins Internet. Man hat einen schönen Blick über das riesige Gebiet von der Aussichtsplattform. Genug Strom gezapft, weiter geht’s zum Lookout. Wieder nur wenige km weiter. Die Strecke ist nur 2,1 km aber es geht die meiste Zeit Bergauf. Logisch heißt nicht umsonst Lookout. Oben angekommen hab ich einen tollen Blick über die Wälder. Man kann nur erahnen wie riesig dieses Gebiet ist. Noch eine Strecke möchte ich laufen, nochmals einige km weiter halte ich ein letztes Mal, Two Rivers. Angenehme 2,3km erwarten mich. Für heute habe ich genug, aber morgen ist ja auch noch ein Tag. Geschlafen wird wieder an derselben Stelle wie letzte Nacht. Denn im Park oder besser gesagt am Highway durch den Park darf man nicht Campen und hier gibt es auch Leute die einen Nachts wecken und weg schicken.
 
   
 
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